Es ist soweit – unsere neue Website ist online. Wir freuen uns darauf, Ihnen unseren neuen Internetauftritt in frischem Design präsentieren zu können.
Nach der umfangreichen Überarbeitung ist unsere Internetseite informativer und moderner. Ohne großen Suchaufwand bekommen Sie einen schnellen Überblick über unser Leistungsspektrum. Dank des responsiven Designs wird Ihnen unsere Internetseite optimal auf diversen Endgeräten (Desktop-PC, Tablet, Smartphone) dargestellt.
Schauen Sie sich gern auf der Seite um. In dem Bereich „Aktuelles“ werden wir Sie regelmäßig über Neuigkeiten unserer Arztpraxis informieren. Geben Sie uns gern über unser Kontaktformular ein Feedback, wie Ihnen die neue Seite der Augenarzt Muri AG gefällt. Wir sind dankbar für Ihre Anregungen, Ihr Lob oder auch Ihre Kritik.
Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,
wenn Sie bei sich eines der folgenden Symptome bemerkt haben:
- Blitze, Schatten, fliegende Mücken, Spinnweben oder ähnliches,
- «Russregen»,
- plötzliche Verminderung der Sehschärfe,
- plötzliche Einschränkungen im Gesichtsfeld,
- plötzlich auftretende Augenschmerzen (besonders in Verbindung mit Kopfschmerzen und farbigen Ringen um Lichtquellen),
- Fremdkörper im Auge,
- Verletzungen an Lidern oder Augen,
- Verätzungen, Flüssigkeitsspritzer im Auge,
dann melden Sie sich bitte möglichst umgehend bei uns.
Ausserhalb unserer Sprechzeiten oder wenn Sie uns nicht direkt erreichen können, wenden Sie sich bitte an den Augenärztlichen Notdienst.
Augenarzt Muri AG
Augenärztlicher Notdienst
08 00 401 501
Bei Fragen rund um administrative und medizinische Anliegen ist das Angebot kostenlos. Wird die Beratung durch einen Arzt / eine Ärztin benötigt, wird der Anrufende entsprechend geleitet und für die ärztliche Leistung eine Rechnung ausgelöst.
Die Netzhaut ist mit der Augenwand nicht fest verwachsen, sondern schwimmt auf einem dünnen Flüssigkeitsfilm durch Kapillarkräfte gehalten, etwa so wie eine nasse Plastikfolie an der Fensterscheibe. Durch Risse oder Löcher in der Netzhaut können flüssige Bestandteile des Glaskörpers in den Spalt eindringen und diesen soweit vergrößern, dass die Kapillarkräfte zusammenbrechen und die Netzhaut sich ablöst. Ebenso können Narbenzüge, z. B. bei einer durch Diabetes ausgelösten Netzhauterkrankung, eine Ablösung bewirken. Häufig sind „Blitze“, „Rußregen“ oder Gesichtsfeldeinschränkungen (Schatten) erste Hinweise auf eine beginnende oder bereits fortschreitende Netzhautablösung.
Überwiegend bei älteren Menschen, aber auch bei jüngeren, kann ein Flüssigkeitsmangel zu einer Verklumpung des Blutes führen. Dabei können kleinste Blutgerinnsel in den Äderchen der Augen stecken bleiben und diese verstopfen. Meist sind davon die abführenden Gefäße – Venen/Venolen – betroffen, seltener die zuführenden Gefäße – Arterien/Arteriolen. Bei einem venösen Verschluss kommt es zu einem Rückstau des Blutes. In der Folge wird die Netzhaut überschwemmt, es kommt zu einer Schwellung der Netzhaut und zu typischen streifigen Blutungen.
Die Zuckerkrankheit ist in den westlichen Ländern eine der häufigsten Erblindungsursachen. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel schädigt die Blutgefäße und führt mittelfristig zu Durchblutungsstörungen. Die feinsten Blutgefäße, wie sie z. B. im Auge zu finden sind, werden dabei zuerst geschädigt. Es kommt dann zu Gefäßaussackungen (Mikro-Aneurysmen) und zu Austritten von zunächst flüssigen und später auch festen Blutbestandteilen (Exsudationen). Im weiteren Verlauf kann es dann auch zu Blutungen in die Netzhaut und den Glaskörper und Gefäßneubildungen in der Netzhauthaut kommen. Weitere Folgen können auch ein Sekundärglaukom und eine Netzhautablösung sein.
Makuladegeneration bezeichnet eine Gruppe von Erkrankungen, die das Zentrum der Netzhaut betreffen. Die wohl bekannteste ist die altersabhängige Makuladegeneration. Sie betrifft überwiegend ältere Menschen, meist jenseits des 60. Lebensjahres. Es gibt aber auch Formen, die in jüngeren Jahren auftreten können.
Der Beginn ist meist schleichend. Häufig treten zunächst eine leichte Verringerung der Sehschärfe und leichte Verzerrungen auf. Im weiteren Verlauf werden diese stärker und im Zentrum entsteht ein grauer Fleck, der, im Laufe der Zeit, größer und dunkler wird (zentraler Gesichtsfeldausfall). Betroffene haben zunehmend Mühe beim Lesen. Häufig kommt es außerdem zu vermehrter Blendung sowie verminderter Kontrast- und Farbwahrnehmung.

Zu unterscheiden ist die trockene Form der Makuladegeneration von der feuchten.
Die trockene Makuladegeneration führt zu einem langsamen, schleichenden, irreversiblen Verfall der Sinneszellen im Netzhautzentrum. Eine Therapie dafür befindet sich noch in der Erforschung, ist derzeit aber noch nicht verfügbar. Demgegenüber steht die feuchte Makuladegeneration mit einem raschen Verlauf. Hier hat sich die Einspritzung von Medikamenten in den Augapfel als sehr hilfreich erwiesen.
Für Diagnose, Differenzierung und Verlaufsbeobachtung der Makuladegeneration hat sich das OCT inzwischen als Standarduntersuchung etabliert.
Wie in der Beschreibung der Fehlsichtigkeiten bereits erwähnt, ist das menschliche Auge im Aufbau und Funktion mit einem Fotoapparat zu vergleichen. Dabei entspricht die Netzhaut (Retina) dem Film oder Chip, der das Bild aufnehmen soll.
Anders als beim Fotoapparat ist dabei aber die Netzhaut nicht in ihrer gesamten Fläche gleich empfindlich und auch das Auflösungsvermögen, also die Anzahl der Bildpunkte pro Flächeneinheit, ist vom Zentrum der Netzhaut, der Makula, nach außen stark abnehmend. Dadurch sinkt die Sehschärfe bereits in kurzer Distanz zur Makula auf weniger als 10 % ab.
Im Zentrum der Netzhaut sind hauptsächlich Rezeptoren (Zapfen) für die Grundfarben (Rot, Grün und Blau) dicht gedrängt und einzeln geschaltet, während in den weiter außen gelegenen Netzhautbereichen fast ausschließlich Rezeptoren für Licht – „Schwarz/Weiß“ – (Stäbchen) zu finden sind. Diese sind im Gegensatz zu den Zapfen in Gruppen verschaltet. Mit zunehmender Entfernung vom Zentrum werden die Gruppen immer größer. Dadurch steigen die Lichtempfindlichkeit und Bewegungswahrnehmung stark an, während die Sehschärfe, ebenso wie die Farbwahrnehmung, umgekehrt dazu stark abnimmt. In der Makula stehen die Zapfen so eng beieinander, daß bereits das feinste Blutgefäß, das darüber verläuft, die Sehschärfe mindestens halbieren würde. Darum finden sich in der Makula keine Blutgefäße.
Weil die Zapfen (Farbe) deutlich mehr Licht zum Funktionieren benötigen als die Stäbchen (Helligkeit), erleben wir bei Dunkelheit regelmäßig einen Ausfall der Farbwahrnehmung. Unterschreitet die Helligkeit den Mindestwert für das Arbeiten der Zapfen, fällt einerseits die Farbwahrnehmung aus (daher sind nachts alle Katzen grau), anderseits sinkt auch die Sehschärfe auf etwa 10 % ab.
Der Begriff Glaukom bezeichnet eine Gruppe von Erkrankungen des Sehnerven, die zu einem schleichenden, irreversiblen Verlust von Nervenfasern führen.
Meist geht der grüne Star mit erhöhtem Augendruck einher, es gibt aber auch Glaukomformen mit normalem Augendruck und nicht jeder erhöhte Augendruck ist auch gleichzusetzen mit einem Glaukom. Ein normaler Augendruck ist keine Gewähr für einen gesunden Sehnerv!
Weltweit wird die Zahl der Glaukomkranken auf etwa 70 Millionen geschätzt. In der Schweiz sind rund 2,5 % der Bevölkerung betroffen. In den Industrieländern wird der Anteil von Glaukomkranken, die es nicht wissen oder nie davon gehört haben oder die Bedeutung nicht verstanden haben, auf ca. 50 % geschätzt – in den Entwicklungsländern ca. 90 %
Das Auge ist letztlich ein Ballon und benötigt wie jeder Ballon einen inneren Druck, um Form und Grösse zu erhalten. Dieser Druck darf weder zu niedrig, noch zu hoch sein. Zur Ernährung von Hornhaut und Linse produziert das Auge eine klare Flüssigkeit (Kammerwasser). Verbrauchtes Kammerwasser muss aus dem Auge wieder abfliessen. Ist der Abfluss gestört, erhöht sich der Druck im Auge. Durch den erhöhten Druck im Auge kann der Sehnerv – die Verbindung vom Auge zum Gehirn – geschädigt werden.

Beginn und Verlauf
Grundsätzlich kann die Erkrankung in jedem Alter, also auch schon bei Kindern, auftreten. Ist sie in den jüngeren Jahren noch relativ selten, steigt die Häufigkeit ab dem 40. Lebensjahr aber deutlich an.
Der Verlauf ist in den meisten Fällen schmerzfrei und schleichend, so dass die Erkrankung vom Betroffenen erst sehr spät bemerkt wird. Dann sind aber bereits irreparable Schäden eingetreten.
Die Schäden am Sehnerven wirken sich dabei zunächst vor allem auf das Gesichtsfeld aus. Unerkannt und unbehandelt werden die Ausfälle im weiteren Verlauf immer grösser, bis schliesslich auch das zentrale Sehen beeinträchtigt wird und die Sehschärfe abnimmt, kurz bevor die Erblindung des Auges eintritt.
Beim deutlich selteneren Glaukomanfall kann der Augendruck aber auch sprunghaft stark ansteigen. Dann kommt es zu starken Kopfschmerzen mit Übelkeit (auch Erbrechen) sowie Verschwommensehen mit farbigen Ringen um Lichtquellen. In so einem Fall ist Eile geboten, da durch einen sehr hohen Druck der Sehnerv innerhalb kurzer Zeit irreparabel schwer geschädigt wird!
Risikofaktoren und Ursachen
- hoher Augendruck
- Alter
- familiäre Belastung
- ethnische Zugehörigkeit
- Kurzsichtigkeit (Myopie) und starke Weitsichtigkeit (Hyperopie)
- Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und Gefässverschlüsse
- Langzeitbehandlung mit Kortison oder anderen Medikamenten
- ernstere Augenverletzungen oder frühere Augenoperationen
- schwere Entzündungen im Auge
- Durchblutungsfehlregulationen
- Nikotin und Alkohol
Untersuchungen
Augendruckmessung (Tonometrie)
Die am meisten verwendete Methode ist die Goldmann Applanations Tonometrie. Hier wird, nach einer leichten Betäubung der Hornhautoberfläche, der Augendruck mit einem Messkölbchen auf der Hornhaut gemessen.
Sehnervenkopfbeurteilung (Ophthalmoskopie)
Mittels Spaltlampenmikroskop und Lupe (Bild links) wird der Sehnervenkopf (Papille) beurteilt. Das Bild in der Mitte zeigt einen gesunden Sehnervenkopf. Im rechten Bild ist ein glaukomgeschädigter Sehnervenkopf mit Randblutung zu sehen
#bild
Gesichtsfeldmessung (Perimetrie)
Das Gesichtsfeld umfasst alles, was man sieht, wenn man auf einen Punkt oder ein Objekt schaut. Das Bild links zeigt ein typisches Gerät zur Gesichtsfeldmessung. Das rechte Bild zeigt das Ergebnis bei einem bereits durch die Glaukomerkrankung geschädigten Sehnerven.
#bild
Kammerwinkelbeurteilung (Gonioskopie)
Die Beurteilung des Kammerwinkels – das ist der Winkel zwischen Hornhautrückfläche und Vorderseite der Regenbogenhaut – erfolgt meistens mit einem Spiegelkontaktglas, das auf die Hornhaut aufgesetzt wird und so einen Blick in den Kammerwinkel ermöglicht oder mit der Optischen Cohärenz Tomographie (OCT) oder mittels Ultraschall-Biomikroskopie
Hornhautdickenmessung (Pachymetrie)
Die mittlere Hornhautdicke beträgt etwa 550µ. Wir messen die Hornhautdicke berührungs- und schmerzfrei mittels Optischer Cohärenz Tomographie (OCT)
Sehnervenkopfvermessung
mit dem Heidelberger Retina Tomograph (HRT)
Das Bild zeigt einen typischen Befund bei fortgeschrittenem Glaukomschaden.
Netzhautvermessung
mittels SLO (Scanning Laser Ophthalmoskop)
Im Bild sieht man die Darstellung der Nervenfaserschicht in der Netzhaut. Links bei fortgeschrittenem Glaukom, rechts gesunde Nervenfaserschicht.
Behandlung
Die primäre Behandlung des Glaukoms besteht in einer Drucksenkung – zunächst mit Augentropfen, die ein oder mehrmals täglich getropft werden müssen.
Laser
Ist die Drucksenkung mit Augentropfen nicht durchführbar, unverträglich oder nicht ausreichend kann eine Drucksenkung auch mittels Laserung im Kammerwinkel erreicht werden.
Operationen
Sind alle anderen Möglichkeiten, den Augendruck zu senken, ausgeschöpft und nicht hinreichend erfolgreich, kann der Augendruck auch mit chirurgischen Verfahren gesenkt werden. Dabei wird meist für das Kammerwasser ein zusätzlicher künstlicher Abflussweg geschaffen.
Die Operation des Glaukoms führt ausschliesslich zur Senkung des Augendruckes. Verlorene Nervenfasern werden dadurch aber nicht wiederhergestellt.
Als grauen Star oder Cataract bezeichnen wir eine Trübung der Augenlinse. Diese entsteht in erster Linie durch das Alter (meist 60+) kann aber auch durch Verletzungen, Stoffwechselerkrankungen, Medikamente verursacht werden oder auch schon bei der Geburt bestehen. Eine altersbedingte Linsentrübung läuft in aller Regel recht langsam ab, bei Erkrankungen oder Verletzungen kann sie aber durchaus auch rasch voranschreiten.
Die Auswirkung der Eintrübung lässt sich durchaus mit einer ungeputzten Fensterscheibe vergleichen. Mit der Zeit wird es immer schwieriger durch die Scheibe zu sehen. Eine Brille kann bei einer Linsentrübung nicht helfen.
Trübungsformen
Da die Linse im Auge nicht homogen ist können auch unterschiedliche Formen der Trübung auftreten. So kann z.B. überwiegend die Linsenrinde, der Kern oder die Linsenkapsel betroffen sein, oder auch alle Anteile.
Kerntrübung mit leichter Rindentrübung
Hinterer Polstar (angeboren, Überbleibsel aus der Linsenentwicklung)
Kernverdichtung, (hier noch ohne wesentliche Trübung). Dies führt häufig zunächst zu einer z. T. deutlichen Verstärkung der Brechkraft. Dadurch benötigen Weitsichtige weniger Korrektur, also eine schwächere Brille, Kurzsichtige dagegen eher mehr, also eine stärkere Brille.
Grauer Star Symptome
Zu Beginn der Krankheit vergleichen viele Betroffene die Wahrnehmung mit dem Blick durch eine zu schwache Brille. Im fortgeschrittenen Stadium beschreiben Betroffene Ihre Symptome so, als würden sie durch einen grauen Schleier oder Nebel sehen.
- Die Sehschärfe nimmt ab
- Kontraste werden schwächer
- Die Blendempfindlichkeit steigt
- Verblassen der Farben
- Farbverschiebung nach Gelb bis Braun
Grauer Star Ursachen
Der graue Star kann verschiedene Ursachen haben:
- Alter
- UV-Belastung
- Rauchen
- Diabetes
- Glaukom
- Verletzungen
Behandlung
Die Behandlung besteht zunächst in der Entfernung der trüben Linse. Diese Art der Behandlung gibt es schon seit dem Altertum (Starstechen). Dabei wurde einfach mit einer dicken Nadel seitlich in den Augapfel eingestochen und dann die trübe Linse in den Augapfel nach hinten gedrückt. Allerdings wartete man damit bis der Star „reif“, also die Linse vollständig durchgetrübt und damit undurchsichtig geworden war und die Betroffenen somit erblindet waren. Im Ergebnis konnten die Betroffenen danach wieder grobe Umrisse erkennen, sich orientieren und einfache Arbeiten ausführen.
Heute sind die Eingriffe weit weniger grob und durch den Einsatz von künstlichen Linsen im Ergebnis mit damals nicht zu vergleichen. Die Operation dient heute der frühzeitigen vollständigen visuellen Rehabilitation, d.h. es kann ein Linsenaustausch bereits vorgenommen werden, wenn durch die Linsentrübung z. B. die berufliche Tätigkeit oder die Fahrtauglichkeit eingeschränkt wird oder auch z. B. zur Korrektur von (grösseren) Fehlsichtigkeiten.
Linsenarten
Für den Ersatz der natürlichen Linse stehen heute unterschiedliche Linsentypen zur Verfügung. Die Linsen werden fest in das Auge eingesetzt und verbleiben permanent im Auge.
Zur Auswahl der für Sie optimalen Linse beraten wir Sie gerne.
Monofokal
- sphärisch – Die „Standard“-Linse, eine einfache aber gute Linse.
- asphärisch – Diese Linsen haben verbesserte Abbildungseigenschaften.
- torisch – Speziallinsen zum Astigmatismusausgleich. Diese Sonderlinsen werden eingesetzt um starke Hornhautverkrümmungen auszugleichen.
Multifokal
Verschiedene Ausprägungen von Fehlsichtigkeiten
Die Fehlsichtigkeiten beziehen sich auf das Sehen in der Weite, wobei Kurz- und Weitsichtigkeit jeweils auch mit einer Hornhautverkrümmung kombiniert und an jedem Auge unterschiedlich auftreten können. Eine Fehlsichtigkeit an sich ist keine Erkrankung. Auch bei rechtsichtigen oder normalsichtigen Augen tritt um das 40. bis 45. Lebensjahr durch einen natürlichen Vorgang eine allmähliche Einschränkung der Naheinstellfähigkeit ein. Das bedeutet, näher gelegene Gegenstände können immer weniger scharf gesehen werden, damit nimmt die Lesefähigkeit ab. Um dem entgegenzuwirken, benötigen wir dann eine Lesebrille.
- Emmetropie (Normal- oder Rechtsichtigkeit) liegt vor, wenn bei entspanntem Blick in die Ferne das Bild auf der Netzhaut scharf ist und keine weitere Korrektur benötigt wird.
- Hyperopie (Weit- oder Übersichtigkeit) bezeichnet Augen, bei denen die Brennweite der Linse länger ist als das Auge selbst, also die Brechkraft der Linse zu schwach ist. Dabei entsteht das scharfe Bild beim Blick in die Weite erst hinter der Netzhaut. Um ein scharfes Bild auf der Netzhaut zu erzeugen, muss daher Brechkraft hinzugefügt werden, um damit die Brennweite soweit zu verkürzen, dass auf der Netzhaut ein scharfes Bild entsteht.
- Myopie (Kurzsichtigkeit) bedeutet, dass das Auge länger ist als die Brennweite der Linse oder anders gesagt, die Brechkraft der Linse ist zu stark. Das scharfe Bild entsteht beim Blick in die Weite vor der Netzhaut. Zur Korrektur muss die Brechkraft vermindert werden, bzw. die Brennweite in angemessener Weise verlängert werden, so dass das scharfe Bild wieder direkt auf der Netzhaut entsteht.
- Astigmatismus (Stabsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung): Würde man die Hornhaut eines solchen Auges in 2 senkrechten Schnitte zerteilen, so wären die Krümmungsradien der Schnitte unterschiedlich – bei einer reinen Hyperopie oder Myopie hätten alle Schnitte den gleichen Radius und die gleiche Krümmung. Augen mit Honhautverkrümmung bilden nicht punktuell ab, sondern in 2 senkrecht zueinander stehenden Brennlinien. Das Bild ist dadurch verzogen. Zwischen den Brennlinien entsteht an der Stelle der sich kreuzenden Strahlen der Kreis kleinster Verwirrung. An dieser Stelle ist das Bild am wenigsten verzeichnet und am wenigsten unscharf.
Eine Hornhautverkrümmung kann mit allen anderen Fehlsichtigkeiten kombiniert sein. - (Presbyopie) Altersichtigkeit: Mit zunehmendem Alter nimmt die Naheinstellfähigkeit (Akkommodation) immer weiter ab. Dadurch rückt der dem Auge nächstgelegene Punkt, der noch scharf gesehen wird, immer weiter vom Auge weg. Typischerweise um das 40. bis 45. Lebensjahr ist dann die Lesefähigkeit meist nicht mehr gegeben, weil das Lesegut zu weit weggehalten werden muss.
Die Altersichtigkeit betrifft übrigens alle Augen, unabhängig von allen anderen Fehlsichtigkeiten.Das Auge funktioniert wie ein Fotoapparat
Es gibt ein Objektiv (Hornhaut, vordere Augenkammer, Augenlinse), welches das Bild entwirft und einen „Film“ oder „Chip“ (Netzhaut), der das Bild aufnimmt.
Passen die Abstände vom abzubildenden Gegenstand nicht zu den Abbildungsmöglichkeiten des Objektivs und kann man das Objektiv nicht wechseln, kann man die Verhältnisse durch eine Vorsatzlinse so anpassen, dass wiederum ein scharfes Bild auf dem Film/Chip entsteht.
Bei einer Fehlsichtigkeit haben wir das gleiche Problem und als Vorsatzlinse nutzen wir die Brille oder Kontaktlinsen.
Die Anpassung von Brillen
Bei der Korrektur einer Fehlsichtigkeit ist die Brille das am häufigsten und längsten eingesetzte Hilfsmittel. Des Weiteren kommen aber auch Kontaktlinsen und operative Verfahren wie Laserbehandlung und Intraokularlinsen in Betracht.
Die Bestimmung der Korrekturwerte erfolgt durch eine subjektive Beurteilung verschiedener Gläser durch den Patienten für jedes Auge einzeln. Es werden dazu immer 2 Gläser zur Wahl gestellt und der Patient muss mitteilen, mit welchem der beiden Gläser er die Sehzeichen besser, klarer, deutlicher erkennen kann. (Die Sehzeichen sind in ihrer Grösse bezogen auf die Prüfentfernung – meist > 5m – genormt.) Die so ermittelten Werte sind die Grundlage für alle Hilfsmittel und Korrekturen der Sehhilfen.
Brillengläser
Materialien
- Mineralglas – war früher Standard, ist relativ schwer, härter als die meisten Kunststoffe und damit etwas weniger kratzempfindlich als Kunststoffgläser. Allerdings, wegen der (früher) stärkeren Brechungseigenschaften meist auch dünner.
- Kunststoffgläser – sind heute Standard, wesentlich leichter als Mineralglas und mittlerweile bei den optischen Eigenschaften dem Mineralglas sogar überlegen. Moderne Kunststoffgläser sind durch besondere Zusammensetzung und Materialbehandlung kaum kratzempfindlicher oder dicker als vergleichbare Mineralgläser.
Korrekturgläser
- Einstärkengläser „monofokal“ (von lat. mono für eins und focus für Brennpunkt) kennzeichnet für wieviel unterschiedliche Entfernungen das Glas hergestellt wurde. Ein Monofokalglas ist also nur auf eine Entfernung eingestellt. Typ: Fernbrille oder Lesebrille
- Mehrstärkengläser „multifokal“ (von lat. multi für mehrere und focus für Brennpunkt) kennzeichnet für wieviel unterschiedliche Entfernungen das Glas hergestellt wurde.
- Bifokal und Trifokal
Diese Gläser haben 2 (Bifokal) oder 3 (Trifokal) Zonen für unterschiedliche Entfernungen. Früher waren dies die typischen Brillengläser für Menschen, die aufgrund der Altersichtigkeit (Presbyopie) eine kombinierte Brille für die Weite und zum Lesen in einer Brille nutzten. Diese Gläser sieht man heute eher selten. - Multifokal oder Gleitsicht
Diese Gläser haben die vorher genannten 2- und 3-Stärkengläser mittlerweile fast vollständig verdrängt. Im Alltag dominiert dabei die „klassische“ Gleitsichtbrille, die für die Weite und Nähe (Lesen/Handarbeiten) gleichermassen geeignet ist. Es ist gewissermassen die Universalbrille. Richtig angepasst ermöglicht sie dem Träger ein komfortables Sehen in jeder Entfernung. Für speziellere Arbeiten gibt es aber auch zusätzlich speziellere Ausführungen, wie z. B. die PC-Brille oder Raumbrille. - Prismatische Gläser
Diese Gläser haben eine Sonderstellung unter den Brillengläsern, da sie die Augenstellung beeinflussen. Sie können in Kombination mit allen anderen Brillengläsern angewandt werden. Prismatische Brillengläser werden z. B. zur Stellungskorrektur beim Schielen – besonders bei Kindern – zur Vermeidung von Doppelbildern eingesetzt.
Schutzgläser
Gründe eine Brille zu tragen, können neben der Korrektur einer Fehlsichtigkeit auch der Schutz der Augen vor Staub/Schmutz, Fremdkörpern und Strahlungen (UV, Infrarot …) sein. Die wohl bekannteste und verbreitetste ist dabei wohl die- Sonnenbrille, deren erste und wichtigste Aufgabe es ist, die Augen vor den schädlichen UV-Strahlungen zu schützen. Erst in zweiter Linie kommt die Abdunklung. Eine dunkle Brille ohne UV-Schutz ist schädlich und gehört entsorgt! Dies gilt ganz besonders für Kindersonnenbrillen! Bedenken Sie bitte, dass sich hinter der dunklen Brille die Pupillen erweitern – es kommt schliesslich weniger sichtbares Licht ans Auge. Besteht dann kein UV-Schutz, gelangt durch die weiteren Pupillen mehr UV-Licht ins Auge, als dies ohne die dunkle Brille der Fall wäre.
- Schutzbrillen, zum Schutz vor dem Eindringen von Fremdkörpern, Flüssigkeitsspritzern usw., sollten immer dann getragen werden, wenn man sich in einem Raum aufhält oder Arbeiten ausführt, wo die Gefahr besteht, dass Fremdkörper, Flüssigkeiten oder schädliche Gase die Augen gefährden können. Je nach Anforderung an die Umgebung/den Arbeitsplatz kommen Gläser mit besonderer Bruchfestigkeit – auch in Verbindung mit Korrekturgläsern zum Einsatz.
Kontaktlinsen
Kontaktlinsen haben, wie der Name schon sagt, Kontakt zum Auge, also anders als ein Brillenglas keinen Abstand zum Auge. Daraus ergeben sich, neben der zwingenden Notwendigkeit besonderer Hygiene im Umgang damit, auch etwas andere Abbildungseigenschaften. Während Brillengläser, insbesondere bei stärkeren Korrekturwerten, die Abbildungsgrösse verändern, ist dies bei den Kontaktlinsen nur in einem vernachlässigbaren Mass der Fall. Auch bei Kontaktlinsen gibt es inzwischen eine weite Spanne an Materialien und Formen für verschiedene Einsatzzwecke für unterschiedliche Tragzeiten und besonderen Eigenschaften.Vergrössernde Sehhilfen
Für Menschen mit einer Sehbehinderung gibt es mittlerweile verschiedenste vergrössernde Sehhilfen, wie z. B. Lupen, Lesesteine, Lesestäbe, Lupenbrillen, Gallileisysteme. Zunehmend häufig werden diese aber durch elektronische Vergrösserungsmittel wie Smartphone oder Tabletcomputer mit integrierter Kamera ersetzt.
Lebenslauf
Seit 07/2022Übernahme Augenarzt Muri AG
09/2021 – 07/2022Augenärzte Zentrum Aarau
02/2021 – 08/2021Fachärztin bei Pallas Kliniken – Zofingen
2020Fachärztin für Ophthalmologie
2019Fellow of the European Board of Ophthalmology (FEBO)
2019-2020Assistenzärztin in Ophthalmologie (Facharztausbildung) – Augenzentrum Pforzheim (DE)
2017-2018Assistenzärztin in Ophthalmologie (Facharztausbildung) – Helios Pforzheim Lehr-KH der UNI – Heidelberg (DE)
2015-2016Assistenzärztin in Ophthalmologie (Facharztausbildung) – Augenklinik Rheine (DE)
2014Assistenzärztin in Kinderheilkunde – Hôpital de Samaritain Vevey
2012-2013Assistenzärztin in Ophthalmologie (Facharztausbildung) – Ospedale Italiano Lugano
2011Promotion zum Doktor mit Dissertation zum Thema «Ablative stereotactic radiotherapy (SABR) in the treatment of patients with NSCLC in stage I: local control and survival in 129 cases treated at the University of Turin»
2011Staatsexamen Humanmedizin, Universität Turin (IT)
2010Clinical Fellowship in Kinderheilkunde in Japan und Indien
FamilienstandVerheiratet, 2 Kinder
HobbyWandern, Kochen, Interior Design
Lebenslauf
2024 Einstieg in eigene Praxis – Augenarzt Muri AG (CH)
2021-2024 Oberarzt in der Augenklinik Wettingen (CH)
2021 Oberarzt in den Pallas-Kliniken (CH)
2018-2020 Assistenzarzt für Augenheilkunde – Helios Pforzheim Lehr-Krankenhaus der UNI-Heidelberg (DE)
2017-2018 Assistenzarzt für Augenheilkunde – Augenzentrum Pforzheim (DE)
2016 Assistenzarzt für Augenheilkunde – Marienhospital Osnabrück (DE)
2015-2016 Assistenzarzt für Augenheilkunde – Augenklinik Rheine (DE)
2014 Assistenzarzt für Augenheilkunde – Universitätsspital INSELSPITAL Bern (CH)
2012-2013 Assistenzarzt für Neurochirurgie – Ospedale Civico Lugano (CH)
2012 Staatsexamen (IT)
2011 Promotion zum Dr. med. – Universität Turin (IT) | 110 von 110 Punkten cum laude | Titel der Promotion: „Minimalinvasive spinale Chirurgie bei der Behandlung lumbaler Diskopathien» (Supervisor: Prof. Dr. med. A. Ducati)
2005-2011 Studium der Humanmedizin – Alma Universitas Taurinensis (Turin, IT)
2000-2005 Naturwissenschaftliches salesianisches Gymnasium „Valsalice” (Turin, IT)
Familienstand Verheiratet, 2 Kinder
Hobbies Astronomie, Fotografie, HiFi, Uhren, TauchenDer Aargauische Apothekerverband ->
Auskunft über die aktuelle Dienstapotheke in Ihrer Region erhalten Sie über die Homepage des AAV
aus dem Festnetz
kostenlos unter: 0800 300 001- Lidstraffung, Korrektur der Lidstellung, Entfernung von Knoten und Hautveränderungen.
- Star-Operation – Linsenaustausch mit verschiedenen Linsentypen.
- Chirurgische Drucksenkung mittels Laser oder filtrierender Eingriffe.
- Netzhautchirurgische Eingriffe bei Netzhautlöchern/Rissen/Ablösung, Spritzen bei Makuladegeneration u. a.
- Bei einigen Formen der Makuladegeneration können heute Injektionen von Medikamenten direkt in den Augapfel hilfreich sein.
- Bei diabetischen Netzhautproblemen stehen derzeit verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Auswahl, die wir gerne nach eingehender Untersuchung miteinander besprechen können.
- Bei Verschlüssen der Netzhautadern kommt es darauf an, ob die zuführenden Gefässe (Arterien) oder abführenden (Venen) betroffen sind. Sind die Arterien betroffen, so muss sehr rasch gehandelt werden und die Betroffenen sollten möglichst rasch ins Spital. Die Behandlung erfolgt dann wie bei einem Schlaganfall.
- Die Behandlung einer Netzhautablösung erfordert eine Operation in Vollnarkose!
- leicht,
- klein, möglichst nicht breiter als der Kopf,
- gepolsterte, federnde Bügelscharniere,
- weiche Nasenauflagen,
- Gespinstbügel, die um die Ohren herumgreifen.
- Die Gläser sollten etwa der Austrittsöffnung der Augenhöhle entsprechen, also:
- nicht über die Augenbrauen hinausreichen,
- nicht auf der Wange aufstehen.
- …sofort
bei sichtbaren Auffälligkeiten der Augen, wie z.B. Augenzittern, Hornhauttrübungen, grau-weißliche Pupillen, großen lichtscheuen Augen oder bei Lidveränderungen, hier besonders Hängelidern, die die Pupille verdecken – oder falls Sie sich einer Sache nicht sicher sind. - …mit sechs bis zwölf Monate
bei erhöhtem Risiko für Schielen, für Fehlsichtigkeiten (optische Brechungsfehler) und/ oder für erbliche Augenerkrankungen. Das liegt z.B. vor bei Frühgeburten, Kindern mit Entwicklungsrückstand, Geschwistern oder Kindern von schielenden Eltern und stark Fehlsichtigen (besonders Weitsichtigen), sowie bei Kindern aus Familien mit bekannten erblichen Augenerkrankungen. - …mit zwei Jahren
alle übrigen, auch unverdächtige Kinder zur frühzeitigen Erkennung eines kleinwinkligen Schielens oder von optischen Brechungsfehlern. Beide sind häufig nur durch eine augenärztliche Untersuchung zu erkennen und führen unbehandelt fast immer zu einer bleibenden Schwachsichtigkeit. - Zunächst erweitern wir die Pupillen und betäuben das Auge örtlich durch Tropfen.
- Dann setzen wir ein Kontaktglas auf das Auge auf.
- Der Laserstrahl wird, unter Sicht durch ein Vergrößerungsglas, direkt auf die hintere Kapselwand gerichtet und erzeugt kleine Löcher in den unerwünschten Zellen.
- Dadurch kann einfallendes Licht bis zur Netzhaut vordringen und der Patient bzw. die Patientin wieder besser sehen.
- Zunächst werden Tropfen zur örtlichen Betäubung eingesetzt.
- Ein Kontaktglas wird auf das Auge aufgelegt.
- Mit kurzen Lichtimpulsen wird die Laserenergie durch ein spezielles Mikroskop selektiv auf die melaninhaltigen Pigmentzellen im Kammerwinkel des Auges übertragen. Das restliche Gewebe wird nicht geschädigt.
- Die Zellen erneuern sich. Das Kammerwasser kann wieder ungehindert abfließen.
- Der Augeninnendruck sinkt bereits nach wenigen Tagen deutlich. Der volle Effekt ist individuell unterschiedlich und kann nach wenigen Wochen erreicht werden.
Gutes Sehen ist für viele Bereiche des Lebens Voraussetzung, sei es zum Führen verschiedenster Fahrzeuge zu Land, Wasser oder in der Luft oder zur Berufsausübung. Wir prüfen/beurteilen Ihre Sehleistung in Bezug auf die gewünschte Tätigkeit hinsichtlich Sehschärfe, Gesichtsfeld, Farbensehen, Kontrastunterscheidung und anderen wichtigen Parametern. Häufig können wir durch einfachste Hilfsmittel, wie z. B. eine Brille, das gewünschte Ergebnis erzielen. Bitte fragen Sie uns, wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Ultraschall (Sonographie) ist ein bildgebendes Verfahren zur schonenden Untersuchung von Gewebe und Organen mittels Schallwellen. Ultraschalluntersuchungen sind praktisch risikofrei, weil dabei keine gefährlichen Strahlen ausgesendet werden.
Mit dem Verfahren können wir in der Augenheilkunde das Innenleben des Auges und einen Teil der Augenhöhle mit den Muskeln und dem Sehnerv untersuchen. Ultraschall wird zum Beispiel bei unklaren Schmerzen hinter dem Auge, Netzhautablösungen, fehlendem Einblick (z. B. Grauer Star) sowie bei Tumorverdacht in, hinter oder neben dem Auge eingesetzt.
Zunächst werden die Augen für eine schmerzfreie Untersuchung mittels Tropfen betäubt. Auf das in der Regel geschlossene Augenlid tragen wir ein Gel auf und setzen den Schallkopf auf. Dann sehen wir für die Diagnostik auf dem Bildschirm den Bereich im oder um das Auge.Die Endothelmikroskopie untersucht die innerste Schicht der Hornhaut. Dabei werden mit einer hochpräzisen, computergestützten Spezialkamera die Anzahl der Endothelzellen und deren Aussehen analysiert, um so Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit und die Gesundheit der Hornhaut zu ermitteln. Erst durch die Endothelmikroskopie kann eine verminderte Endothelzellzahl aufgedeckt werden, die bei einer spaltlampenmikroskopischen Untersuchung der Hornhaut nicht festgestellt wird.
Im Zentrum der Netzhaut finden sich in grosser Dichte Photorezeptoren für die Aufnahme der 3 Grundfarben Rot, Grün und Blau. Die Farbwahrnehmung kann durch Netzhauterkrankungen, Medikamente oder angeborene Defekte beeinträchtigt sein. Veränderungen der Farbwahrnehmung können bei verschiedenen Erkrankungen ein sehr frühes Zeichen für eine beginnende Beeinträchtigung darstellen.
Standardisierte Farbtafeln (z. B. Ishihara oder Velhagen) und das Anomaloskop (Gerät zur differenzierten Untersuchung der Farbwahrnehmung) erlauben einen guten Aufschluss über angeborene oder erworbene Farbwahrnehmungsstörungen.
Bei der Biometrie werden die Augen vermessen. Bis vor wenigen Jahren war hierzu noch die Vermessung der Augapfellänge mittels Ultraschall die Regel. Inzwischen haben sich jedoch Inferometriemessverfahren als Standard etabliert. Diese sind wesentlich präziser, zudem wird eine Vielzahl unterschiedlicher Parameter zusätzlich erhoben und ausgewertet. Für die optimale Linsenberechnung und Beratung werden neben der Augenlänge auch Hornhautdicke, Hornhautdurchmesser, Topographie, Vorderkammertiefe und Linsendicke berücksichtigt. Des Weiteren werden diverse Abbildungsfehler von Hornhaut und Linse berechnet und graphisch dargestellt. Zuletzt erfolgt die Berechnung der Intraokularlinsen entsprechend der Messwerte und nach Patientenwunsch.
Eine Erweiterung der Fundusfotografie ist die Netzhautuntersuchung mit dem Optos. Dies ist ein lasergestütztes Scanverfahren, das Bilder von der Netzhaut in einem Bereich von rund 200° Bildwinkel liefert. (Die konventionelle Fundusfotografie hat üblicherweise einen Bildwinkel von etwa 45°.) Dadurch kann mit einem oder wenigen Bildern nahezu die gesamte Netzhaut abgebildet werden – und das bei einer Pupillengrösse ab 2 mm Durchmesser. Eine Pupillenerweiterung ist dazu also nicht erforderlich.
Zudem erlaubt der 2-farbige Scan auch die Differenzierung verschiedener Netzhautschichten.
Das Gesichtsfeld wird zur Orientierung benötigt.
Perimetrie (Gesichtsfeldmessung) – Das Gesichtsfeld ist für eine Orientierung im Raum notwendig – je kleiner das Gesichtsfeld umso schwerer fällt die räumliche Einordnung. Bei der Orientierung spielt die Schärfe nur eine untergeordnete Rolle. Ist das Gesichtsfeld z. B. so klein wie beim Blick durch eine lange Röhre, so würde ein Betroffener selbst mit höchster Sehschärfe, dennoch wie ein Blinder keine Orientierung im Raum haben, da er die wenigen Dinge, die er erkennt nicht zuordnen könnte. Da viele Erkrankungen der Augen, des Hirns und auch des übrigen Körpers spezifische Gesichtsfelddefekte verursachen können, kann das Gesichtsfeld auch über Art und Ursache sowie über die Lokalisation der Probleme Aufschluss geben.
OCT – Die optische Cohärenz-Tomographie ist derzeit die modernste und vielseitigste bildgebende Untersuchungsmethode für den vorderen und hinteren Augenabschnitt. Sie erlaubt einen Blick wie im mikroskopischen Präparat in und durch die Netzhaut bis in die Aderhaut mit einer Auflösung von mittlerweile unter 1µm. Aber auch im vorderen Augenabschnitt lässt sich z.B. die Hornhaut darstellen und vermessen.
Die Vermessung der Hornhautoberfläche (Hornhauttopographie) erlaubt einen genaueren Aufschluss über eine mögliche Hornhautverkrümmung und deren Ausmass und eventuelle Irregularität. Dies ist wichtig zur Erkennung von Hornhauterkrankungen (z.B. Keratokonus) sowie zur Differenzierung von Abbildungsfehlern von der Hornhaut und der Augenlinse. Es ist aber auch hilfreich bei einer Anpassung formstabiler (harter) Kontaktlinsen oder auch falls eine Brillenkorrektur nicht zufriedenstellend gelingt.
Diese Untersuchung erlaubt einen direkten Einblick in die Augen und die Strukturen hinter der Linse. So können Veränderungen des Glaskörpers, der Netzhaut, des Sehnervenkopfes und der Blutgefässe, bei weiten Pupillen bis in die äussersten Randbereiche der Netzhaut erkannt werden. Mit einer Kamera können wir auch Bilder der Netzhaut aufnehmen und dokumentieren – den zentralen Bereich auch ohne Pupillenerweiterung.
Hinweis: Werden die Pupillen medikamentös erweitert, bedingt dies in der Regel eine 3-4 stündige Fahruntauglichkeit.
Die Spaltlampe ist eines der ältesten und wichtigsten augenärztlichen Untersuchungsgeräte in der Augenheilkunde.
Sie besteht im wesentlichen aus 2 Teilen: Einer Lichtquelle, die einen variablen Lichtspalt erzeugt und einem binokularen Mikroskop mit 6-facher bis 40-facher Vergrösserung.
Damit können die Augen beidäugig (binokular) und somit 3-dimensional (stereoskopisch) untersucht werden. Durch einen schmalen Lichtspalt entstehen in den klaren Anteilen „Schnittbilder“, die eine genaue Beurteilung der Strukturen ermöglichen. Mit der Spaltlampe allein werden die vorderen Augenabschnitte untersucht (Lider, Bindehaut, Hornhaut, vordere Augenkammer, Linse und die vorderen Anteile des Glaskörpers). Mit Hilfe einer starken Lupe (78 dpt bis 90 dpt) oder mit einem Kontaktglas können an der Spaltlampe auch der hintere Augenabschnitt (Glaskörper und Netzhaut) untersucht werden.
Meist ist an der Spaltlampe auch ein Applanationstonometer angebracht, mit dem der Augendruck gemessen wird.
Die Sehschärfe (Visus) ist definiert als Fähigkeit, feine Details und Konturen zu erkennen. Ein Visus von 1.0 entspricht der Auflösung von einer Winkelminute (etwa 1.5 mm Punktabstand aus 5 m Entfernung). Eine gute Sehschärfe ist für die meisten Tätigkeiten im Leben unerlässlich. So ist eine Mindestsehschärfe von 0.4 zum Lesen von normalem Buch- und Zeitungsdruck erforderlich. Wir prüfen die Sehschärfe mit genormten Sehzeichen.
Häufig wird ein Visus von 1.0 mit 100 % gleichgesetzt, es gibt jedoch keine Bezugsgrösse (d. h. Prozent wovon?) Da die Sehschärfe nicht nur durch Fehlsichtigkeiten oder Probleme der Hornhaut und Linse, sondern durch Netzhauterkrankungen beeinträchtigt werden kann, ist das eine sehr wichtige Untersuchung. Wir prüfen die Sehschärfe für Ferne (> 5m) und Nähe (Leseabstand ca. 35 cm) – ggf. mit und ohne Korrektur mit standardisierten Sehzeichen (Optotypen).
Schon kurz nach der Geburt können wir unsere Umwelt mit den Augen wahrnehmen. Zunächst nur sehr verschwommen – durch ständige Übung entwickelt sich die Sehfähigkeit. Die volle Sehschärfe wird mit 6-7 Jahren erreicht und ist erst ab dem 10. – 12. Lebensjahr stabil. In den ersten Monaten und Jahren ist die Sehentwicklung noch sehr störanfällig und kann durch viele Einflüsse beeinträchtigt werden. Die Folgen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden, sind meist eine lebenslange Schwachsichtigkeit (Amblyopie) eines organisch sonst gesunden Auges.Damit wir den Raum um uns richtig wahrnehmen können, müssen unsere beiden Augen in die selbe Richtung schauen. In jedem Auge entsteht dabei jeweils ein Bild, das sich nur geringfügig von dem anderen unterscheidet. Diese beiden Bilder werden im Gehirn zu einem einzigen dreidimensionalen Seheindruck verschmolzen (Stereopsis – räumliches Sehen). Sind die Bilder zu unterschiedlich gelingt das nicht und es entstehen störende Doppelbilder. Das kindliche Gehirn kann sich gegen Doppelbilder wehren, indem es das schlechtere Bild einfach unterdrückt. Der Vorgang hat meist verhängnisvolle Folgen: Das unterdrückte Auge wird nämlich nach kurzer Zeit sehschwach (amblyop). Bleibt dies unbemerkt und unbehandelt wird dieser Zustand dauerhaft und ist dann später nicht mehr korrigierbar.
Die Ursachen einer solchen Störung der Sehentwicklung sind dabei durchaus vielfältig. So können Abweichungen in der Augenstellung bereits mit kleinen Fehlstellungen, die für den Ungeübten nicht erkennbar sind (Mikroschielen), ebenso wie deutlich sichtbares Schielen (Strabismus) die Sehentwicklung genauso stören wie z.B. grössere Unterschiede in der Brechkraft der Augenlinsen (Anisometropie), aber auch ein herabhängendes Augenlid, das ein Auge verdeckt, Linsentrübungen (angeborener grauer Star) oder Tumore.
Vieles davon ist ohne entsprechende Untersuchung durch den Augenarzt nicht erkennbar. Daher sollten auch scheinbar gesunde Kinder so früh wie möglich augenärztlich untersucht werden, um eine Fehlentwicklung rechtzeitig zu erkennen.
Kinderbrillen
Kriterien für eine gute Kinderbrille:
Fazit: Gerade für Kinder sind kleine, leichte Metallfassungen mit möglichst grossen Nasenstegen besser geeignet als Vollkunststoffassungen, die sich im Bereich der Nasenauflagen nicht anpassen lassen.
Wichtig: Grosse Gläser machen kein grosses Blickfeld, sondern nur ein grosses Gewicht.
Regelmässige Augenkontrollen / Vorsorgeuntersuchungen können helfen Augenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und (irreparable) Schäden zu vermeiden. Augenerkrankungen sind nicht immer schon von Anfang an spürbar oder erkennbar. Daher sind regelmässige Vorsorgeuntersuchungen in jedem Alter – auch bei scheinbarer Gesundheit – richtig und wichtig. Früh erkannte Erkrankungen sind in der Regel leichter und erfolgreicher zu behandeln. Dies gilt besonders für Erkrankungen wie der grüne Star (Glaukom), der über lange Zeit nicht spürbar ist, oft unerkannt bleibt und schwere, irreparable Schäden verursachen kann.
Wir empfehlen regelmässige Untersuchungen:
von 7 bis 39 Jahren:
von 7 bis 39 Jahren: spätestens vor dem 16. Lebensjahr, dann etwa alle 5-10 Jahre
von 40 bis 64 Jahren:
alle 2-4 Jahre
ab dem 65. Lebensjahr:
alle 1-2 Jahre
Orthoptik ist von den griechischen Worten «Orthos» („gerade“ oder „richtig“) und «Optik» („dem Sehen zugehörig“) abgeleitet und bedeutet Gerade/Richtig-Sehen. Sehschule ist der umgangssprachliche Begriff für Orthoptik.
Orthoptistinnen und Orthoptisten sind Fachkräfte, die spezialisiert sind für Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Personen aller Altersstufen mit Problemen wie Schielen, Sehschwäche, Augenzittern, Funktionsstörungen der Augenmuskeln und Problemen der beidäugigen Zusammenarbeit. Die Vorsorgeuntersuchung bei Kindern ist dabei besonders wichtig und ein Tätigkeitsschwerpunkt.
Kinder sollten zu einer augenärztlich-orthoptischen Untersuchung (sog. Sehschule):
Achtung: Besonders einseitige Fehler werden oft zu spät erkannt!
Nach der Entwicklung eines normalen beidäugigen Sehens kann in den Folgejahren noch ein gut behandelbares plötzliches Innenschielen (normosensorisches Spätschielen) auftreten. Auch hier ist eine augenärztliche Behandlung unumgänglich, um Schäden zu vermeiden.
Eine Untersuchung in unserer Augenpraxis, in der auch schon kleine Kinder augenärztlich-orthoptisch untersucht werden, ist die sicherste Möglichkeit, Klarheit über die Erkennung und Behandlung von Augen- und Schielfehlern zu gewinnen.
Was ist ein Nachstar?
Nach einer Grauer Star Operation (Katarakt-Operation) kommt es in einigen Fällen (ca. 30 %) zu einem sogenannten Nachstar (Kapselfibrose). Innerhalb der ersten Monate oder Jahre nach der OP kann sich die Hinterseite des verbliebenen ursprünglichen Kapselsacks eintrüben, in dem sich die Kunstlinse befindet. Die Sehleistung lässt dann langsam wieder nach, es bildet sich erneut ein Schleier, der das Seherlebnis beeinträchtigt. Die Ursache liegt darin, dass die in der Linsenkapsel verbleiben Linsenepithelzellen, sich nach der Katarakt-OP vermehren und als dünne Schicht hinter der künstlichen Linse bleiben
Eine augenärztliche Untersuchung ist die Grundlage einer eindeutigen Diagnose des Nachstars.
Behandlung mit dem YAG-Laser
Die Trübung der Linsenkapsel kann durch eine Behandlung mit dem YAG-Laser schnell und schmerzlos behoben werden. Wir nehmen die spezielle, moderne Laserbehandlung ambulant in unserer Praxis vor.
Meist ist nur eine einzige Behandlung erforderlich, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. In der Regel tritt dann kein weiterer Nachstar mehr auf.
Mögliche Risiken der YAG-Kapsulotomie
Die YAG-Kapsulotomie gilt als risikoarme Behandlung. Die Behandlung verläuft in der Regel erfolgreich, Komplikationen treten sehr selten auf. Es ist möglich, dass sich vorübergehend der Augeninnendruck erhöht, deshalb sollte dies am Tag nach der Laserbehandlung kontrolliert werden.
In seltenen Fällen kann sich Flüssigkeit im Bereich der Netzhaut ansammeln (zystoides Makulaödem). Vorübergehend können auch kleine Trübungen entstehen, die allerdings nach einiger Zeit von allein verschwinden. Schäden an der Netzhaut sind in der Regel nicht zu erwarten.
Was ist SLT?
Die Selektive Laser Trabekuloplastik (SLT) ist eine moderne Lasertherapie, die den Augeninnendruck beim Grünen Star (Glaukom) reduziert. Zu hoher Augeninnendruck kann zu irreversiblen Schäden des druckempfindlichen Sehnervs führen, daher sollte dieser regelmäßig kontrolliert und gesenkt werden. Die SLT schafft durch Behandlung des Abflusskanals im Kammerwinkel des Auges neue Abflussmöglichkeiten für das Kammerwasser, dadurch sinkt der Augeninnendruck. Die ambulante Laserbehandlung in unserer Praxis dauert nur etwa 15 Minuten.
Für wen ist die SLT geeignet?
Im Allgemeinen ist die SLT für Patienten mit Offenwinkelglaukom, Pseudoexfoliationsglaukom oder Pigmentglaukom geeignet. Die schonende, schmerzlose Laserbehandlung kann eine Alternative zu einer Medikation mit Augentropfen sein. Denn nicht alle Patientinnen und Patienten vertragen die mehrmals täglich einzunehmenden Glaukomtropfen, bei manchen sind sie auch nicht wirksam. Die SLT kann auch zusätzlich als Ergänzung eingesetzt werden.
Die Selektive Laser Trabekuloplastik vermindert den Augeninnendruck um bis zu 30 % und wirkt bei ca. 80 % der Patientinnen und Patienten. In vielen Fällen können Sie auf die Anwendung von Tropfen verzichten.
Ablauf der Behandlung
Nach der Behandlung
Eventuell erhalten Sie noch entzündungshemmende Tropfen. Mitunter kann es zu einem vorübergehenden Anstieg des Augendrucks kommen. In seltenen Fällen tritt ein vorübergehender Reizzustand des vorderen Augensegmentes (ziliare Reizung) auf. Das damit einhergehende vermehrte Blendempfinden verschwindet in der Regel innerhalb weniger Tage von allein.
Der Effekt der Behandlung kann mit der Zeit abnehmen. Die sanfte Lasertherapie kann bei Bedarf bedenkenlos mehrfach wiederholt werden.
Kosten der SLT
Die Kosten der SLT werden von den Krankenkassen übernommen.